Daily Care2026-03-13Carelogy編集部
Katze trächtig: 63 Tage Schwangerschaft, Geburt & Notfallzeichen
Deine Katze ist trächtig? Folge dem 63-Tage-Wochenplan von den ersten Zeichen bis zur Geburt. Mit Wurfkiste-Checkliste, Vorwehen-Signalen und kritischen Warnzeichen für eine Schwergeburt – Dystokie betrifft 5 % aller Katzen und kann ohne schnelles Handeln tödlich enden.

Das Wichtigste: Katzen sind etwa 63 Tage trächtig – erkenne Dystokie-Zeichen früh
Die Trächtigkeit einer Katze dauert durchschnittlich 63–65 Tage (etwa 9 Wochen). Die meisten Katzen werfen problemlos, aber Dystokie (Schwergeburt) tritt bei etwa 5 % aller Geburten auf und kann für Mutter und Kitten lebensbedrohlich sein.
Wichtige Punkte:
- Ab der 3. Woche werden die Zitzen sichtbar rosa und größer („Pinking up")
- In der zweiten Hälfte braucht die Kätzin das 1,5-Fache ihrer normalen Futtermenge
- Bereite die Wurfkiste mindestens eine Woche vor dem Geburtstermin vor
- Wenn aktive Wehen länger als 1 Stunde ohne Geburt eines Kittens dauern, sofort tierärztlichen Notfall aufsuchen
Auch wenn du schon mit den Grundlagen der Pflege bei trächtigen Katzen vertraut bist, ist es wichtig, sich gesondert auf den Tag der Geburt vorzubereiten.
Trächtigkeit Woche für Woche: Veränderungen und nötige Pflege
Woche 1–2 (Befruchtung bis Einnistung)
In dieser Zeit gibt es keine sichtbaren Veränderungen. Verabreiche keine Medikamente ohne tierärztliche Anweisung. Impfungen sollten in der Trächtigkeit ebenfalls verschoben werden.
Woche 3–4 (Organbildung)
- Zitzen werden rosa und schwellen an („Pinking up" – das früheste sichtbare Trächtigkeitszeichen)
- Manche Kätzinnen erbrechen wie bei „Schwangerschaftsübelkeit"
- Tierärztliche Palpation kann die Trächtigkeit etwa ab Tag 25 bestätigen
- Ultraschall erkennt fetale Herzschläge etwa ab Tag 30
Woche 5–6 (Schnelles Wachstum)
- Der Bauch wird sichtbar größer
- Appetit nimmt deutlich zu → auf hochkalorisches Kittenfutter umstellen
- Körpergewicht steigt 20–40 % über das Vorgewicht
- Ernährungsmanagement ist in dieser Phase besonders wichtig
Woche 7–8 (Letzte Vorbereitung)
- Fetale Bewegungen werden durch die Bauchdecke tastbar
- Milchdrüsen entwickeln sich und können bereits Kolostrum produzieren
- Die Kätzin beginnt mit Nestbauverhalten und sucht ruhige, geschlossene Plätze
- Stelle die Wurfkiste in einen warmen, ruhigen Bereich mit wenig Verkehr
Woche 9 (Vor der Geburt)
- Wenn die Rektaltemperatur unter 37,8 °C fällt, beginnen die Wehen innerhalb von 24 Stunden
- Appetit nimmt ab oder verschwindet ganz
- Unruhe, vermehrtes Maunzen und häufiges Putzen der Genitalregion
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Geburtsphasen und wie man Dystokie erkennt
Phase 1 (Beginnende Uteruskontraktionen): 6–12 Stunden
- Unruhe, Hecheln (schnelle Atmung) und gelegentliches Maunzen
- Wiederholtes Hinein- und Hinausgehen aus der Wurfkiste
- In dieser Phase einfach still beobachten, nicht eingreifen
Phase 2 (Aktive Geburt): 5–30 Minuten pro Kitten
- Starke Bauchkontraktionen (sichtbares Pressen) beginnen
- Kitten werden in der Fruchtblase geboren (die Mutter reißt sie normalerweise und putzt das Kitten sauber)
- Abstand zwischen Kitten typischerweise 10 Minuten bis 1 Stunde
Phase 3 (Plazenta-Ausstoß)
- Nach jedem Kitten wird eine Plazenta ausgestoßen
- Es ist normal, dass die Mutter die Plazenten frisst (instinktives Verhalten zur Ernährung)
- Zähle die Plazenten – die Anzahl muss der Anzahl der Kitten entsprechen. Eine zurückgehaltene Plazenta birgt ernsthaftes Infektionsrisiko
Notfall-Dystokie-Zeichen – sofort tierärztliche Hilfe holen, wenn:
- Starke Wehen länger als 30 Minuten ohne Geburt eines Kittens
- Ein Kitten steckt im Geburtsweg fest (teilweise sichtbar seit 15+ Minuten)
- Mehr als 2 Stunden zwischen Kitten ohne Fortschritt
- Grünlicher oder übelriechender Vaginalausfluss
- Die Mutter wird extrem erschöpft oder schlapp
- Trächtigkeit überschreitet 70 Tage ohne Wehenbeginn
Dystokie kann einen Notfall-Kaiserschnitt erfordern. Identifiziere 24-Stunden-Notfalltierkliniken in deiner Umgebung vor dem Geburtstermin.
Versorgung von Mutter und Kitten nach der Geburt
Pflege der Mutterkatze:
- Nach der Geburt Kittenfutter zur freien Verfügung (säugende Kätzinnen brauchen das 2- bis 3-Fache der normalen Kalorien)
- Wurfkiste sauber halten, Handtücher täglich wechseln
- Dunkelroter Vaginalausfluss (Lochien) für 24–48 Stunden nach der Geburt ist normal
- Fieber, Appetitverlust oder übelriechender Ausfluss können auf Metritis (Gebärmutterinfektion) hinweisen – sofort tierärztlich abklären
Pflege der Kitten:
- Stell sicher, dass alle Kitten in den ersten 24 Stunden saugen – Kolostrum enthält essenzielle Immunglobuline für die passive Immunität
- Raumtemperatur in der ersten Woche bei 30–32 °C halten, bis Woche 4 schrittweise auf 24 °C reduzieren
- Jedes Kitten täglich wiegen – wenn nach 24 Stunden keine Gewichtszunahme erfolgt, kann Zufütterung nötig sein
- Wenn die Mutter ein Kitten ablehnt, mit Kittenmilchersatz (nie Kuhmilch) und einer kleinen Flasche oder Spritze alle 2–3 Stunden füttern
Kastration nach der Geburt:
Katzen können sehr bald nach der Geburt wieder rollig werden. Sobald die Kitten abgesetzt sind (etwa Woche 8), besprich die Kastration mit deinem Tierarzt, um eine weitere ungeplante Trächtigkeit zu verhindern.
Häufige Trächtigkeitskomplikationen und wie man damit umgeht
Fehlgeburt (Spontanabort)
Wenn du in der frühen bis mittleren Trächtigkeit plötzlich vaginale Blutungen oder übelriechenden Ausfluss bemerkst, kann es eine Fehlgeburt sein. Häufige Ursachen sind Infektionen (Felines Panleukopenievirus, Herpesvirus), körperliches Trauma, schlechte Ernährung und hormonelle Ungleichgewichte. Halte die Kätzin ruhig, beschränke ihre Bewegung und kontaktiere sofort deinen Tierarzt. Der Tierarzt kann per Ultraschall beurteilen, ob noch lebensfähige Föten vorhanden sind und ob die Gebärmutter medizinisch oder chirurgisch versorgt werden muss, um Sekundärinfektionen zu vermeiden.
Eklampsie (Hypokalzämie)
Obwohl bei Katzen seltener als bei Hunden, kann Eklampsie kurz vor oder kurz nach der Geburt auftreten. Achte auf Muskelzittern, Speichelfluss, steifen Gang und erhöhte Körpertemperatur. Diese Erkrankung wird durch einen gefährlichen Abfall des Blutkalziums verursacht und tritt am häufigsten bei Kätzinnen mit großen Würfen auf. Eklampsie ist ein tierärztlicher Notfall, der intravenöses Calciumgluconat erfordert – versuche keinesfalls, das mit oraler Kalziumsupplementierung zu Hause zu behandeln, die Aufnahme ist viel zu langsam.
Scheinträchtigkeit (Pseudogravidität)
Eine unkastrierte Kätzin, die nicht gedeckt wurde, kann trotzdem geschwollene Milchdrüsen, Nestbauverhalten und sogar Milchproduktion entwickeln. Diese hormonelle Reaktion verschwindet meist innerhalb von vier bis sechs Wochen von selbst. Wenn deine Katze wiederholt Scheinträchtigkeiten hat, besprich Kastration als dauerhafte Lösung mit deinem Tierarzt.
Plötzlicher Appetitverlust in später Trächtigkeit
Ein starker Appetitabfall in der zweiten Hälfte der Trächtigkeit kann auf hepatische Lipidose (Fettlebererkrankung) hinweisen, besonders bei übergewichtigen Kätzinnen. Da trächtige Katzen erhöhten Stoffwechselbedarf haben, kann schon 48 Stunden inadäquate Ernährung Fettmobilisation in die Leber auslösen. Überwache die Futteraufnahme täglich und such tierärztlichen Rat, wenn die Kätzin mehr als zwei aufeinanderfolgende Mahlzeiten auslässt.
Wurfkiste vorbereiten und die ideale Geburtsumgebung schaffen
Eine gut vorbereitete Geburtsumgebung spielt eine wichtige Rolle für eine reibungslose Geburt. Stelle die Wurfkiste 7 bis 10 Tage vor dem erwarteten Geburtstermin auf, damit die Kätzin sie erkunden, mit Geruch markieren und als Geburtsort akzeptieren kann.
Anforderungen an die Wurfkiste:
- Größe: Groß genug, dass die Mutter sich voll ausstrecken kann – mindestens 60 cm breit, 45 cm tief und 30 cm hoch für eine durchschnittliche Katze.
- Eingang: Eine niedrige Stufe (etwa 10 cm), damit die Mutter leicht hinein- und herauskommt, neugeborene Kitten aber nicht herausfallen.
- Material: Ein sauberer Karton oder eine Plastikbox funktioniert perfekt. Lege den Boden mit sauberen Handtüchern oder Welpenunterlagen aus, die du wechseln kannst, wenn sie während der Geburt verschmutzen.
- Standort: Ein ruhiger, gedämpft beleuchteter Raum mit minimalem Verkehr, weit weg von direkten Klima- oder Heizungslüftungen.
Umgebungstipps für den Geburtstag:
- Halte die Raumtemperatur zwischen 24 und 28 °C. Neugeborene Kitten können ihre eigene Körpertemperatur nicht regulieren und sind extrem anfällig für Auskühlung.
- Halte die Beleuchtung gedämpft – grelles Deckenlicht kann die Mutter stressen.
- Sperr andere Haustiere und Kinder ab. Sogar ein gut meinender Hund oder ein neugieriges Kleinkind kann die Kätzin dazu bringen, die Wurfkiste mitten in der Geburt zu verlassen.
- Stell Futter, frisches Wasser und eine saubere Katzentoilette in greifbarer Nähe der Wurfkiste auf, damit die Mutter nicht weit gehen muss.
- Hänge eine Notfallkontaktliste in der Nähe der Wurfkiste auf mit der Telefonnummer deines regulären Tierarztes und der nächsten 24-Stunden-Notfalltierklinik.
Wenn die Kätzin die Wurfkiste ablehnt und sich ihren eigenen Platz aussucht – einen Schrank, unter dem Bett oder in einem Wäschekorb –, zwing sie nicht zurück. Lege saubere Handtücher an ihrem gewählten Ort aus und passe dich an. Eine gebärende Katze in einen unbekannten Raum zu zwingen, erhöht den Stress und kann den Geburtsfortschritt blockieren.
Gesundheitsprobleme der Mutter nach der Geburt im Auge behalten
Auch nach einer reibungslosen Geburt bleibt die Mutterkatze anfällig für mehrere Wochenbettkomplikationen, die in den ersten zwei Wochen aufmerksame Beobachtung erfordern.
Metritis (Gebärmutterentzündung)
Wenn die Kätzin mehr als 48 Stunden nach der Geburt noch Fieber über 39,5 °C hat, übelriechenden Vaginalausfluss produziert oder das Futter verweigert, ist eine Gebärmutterinfektion sehr wahrscheinlich. Die häufigste Ursache ist eine zurückgehaltene Plazenta oder Eihaut. Metritis erfordert prompte tierärztliche Behandlung mit Antibiotika und ggf. Infusionen. Ohne Eingreifen kann die Infektion systemisch und lebensbedrohlich werden.
Mastitis (Milchdrüsenentzündung)
Geschwollene, gerötete, heiße oder schmerzhafte Milchdrüsen weisen auf Mastitis hin. Ein frühes Indiz: Kitten meiden konsequent eine bestimmte Zitze – sie können infizierte Milch erkennen. Leichte Fälle bessern sich mit warmen Kompressen und vorsichtigem Ausstreichen der betroffenen Drüse, mittelschwere bis schwere Mastitis benötigt Antibiotika. In seltenen Fällen kann sich ein Abszess bilden, der chirurgisch drainiert werden muss.
Postpartale Hypokalzämie (Eklampsie)
Dieser gefährliche Zustand schlägt am häufigsten ein bis vier Wochen ins Säugen zu, besonders bei Kätzinnen, die sechs oder mehr Kitten säugen. Symptome sind Muskelzittern, ein steifer oder wackeliger Gang, Hecheln und Krampfanfälle. Eklampsie ist ein medizinischer Notfall, der mit langsamer intravenöser Kalziumgabe unter tierärztlicher Aufsicht behandelt wird.
Mütterliche Ablehnung (Verstoßen)
Erstgebärende Mütter und Kätzinnen, die einen Kaiserschnitt hatten, haben ein höheres Risiko, ihre Kitten abzulehnen. Halte die Umgebung ruhig und beschränke Besucher, um Stress zu reduzieren. Lege die Kitten an den Bauch der Mutter und beobachte. Wenn das Saugen innerhalb von 24 Stunden nicht wieder beginnt, beginne mit Zufütterung mit Kittenmilchersatz per kleiner Spritze oder Saugerflasche alle zwei bis drei Stunden rund um die Uhr.
Wachstumsmeilensteine und wichtige Entwicklungs-Checkpoints für Kitten
Die Entwicklung von Kitten anhand bekannter Meilensteine zu verfolgen, hilft dir, Gesundheitsprobleme zu erkennen, bevor sie ernst werden.
Tag 0 bis 7 (Neonatalperiode): Geburtsgewicht etwa 80–120 Gramm. Augen und Ohren sind verschlossen. Ein gesundes Kitten nimmt 5–10 Gramm pro Tag zu. Der Nabelschnurrest trocknet und fällt natürlich innerhalb von drei bis fünf Tagen ab – nicht ziehen. Wird der Bereich um den Nabel rot, geschwollen oder eitert, kann es eine Nabelinfektion sein, die tierärztliche Hilfe braucht.
Tag 7 bis 14: Augen öffnen sich zwischen Tag 10 und 14, anfangs blau, unabhängig von der späteren Augenfarbe. Auch die Gehörgänge öffnen sich. Bleiben die Augen über Tag 14 hinaus geschlossen oder bemerkst du verkrustete, geschwollene Augenlider, konsultiere einen Tierarzt – neonatale Konjunktivitis durch Herpesvirus oder Bakterien kann vorliegen.
Woche 3 bis 4 (Übergangsphase): Milchzähne (Deciduous Teeth) brechen durch. Kitten beginnen wackelig zu laufen und über die Wurfkiste hinaus zu erkunden. Du kannst die Katzentoiletten-Erziehung mit einer flachen Schale mit feinem, nicht klumpenden Streu starten. Beginn, kleine Mengen Aufzuchtfutter anzubieten – Kitten-Nassfutter mit warmem Wasser eingeweicht funktioniert gut.
Woche 4 bis 8 (Sozialisierungsphase): Das wichtigste Entwicklungsfenster. Positive Erfahrungen mit menschlichem Anfassen, anderen Katzen, Haushaltsgeräuschen und sanftem Spiel haben in dieser Zeit nachhaltigen Einfluss auf Temperament und Sozialverhalten. Erste Impfungen erfolgen typischerweise zwischen Woche 6 und 8.
Was tun, wenn ein Kitten nicht zunimmt:
- 24 Stunden ohne Zunahme – Fütterungsfrequenz erhöhen und prüfen, ob das Kitten richtig ansaugt.
- Gewichtsverlust über 48 Stunden – auf Unterkühlung prüfen (ein kaltes Kitten kann Milch nicht verdauen) und sofort den Tierarzt konsultieren.
- Ein deutlich kleineres Geschwister („Runt") – ihm helfen, zuerst zu saugen, bevor die größeren Kitten die produktivsten Zitzen besetzen.
Neonatalen Kitten-Tod verhindern: die kritischen ersten 72 Stunden
Die Sterblichkeit neugeborener Kitten ist erschreckend hoch – Studien zeigen, dass 15–27 % der Kitten vor dem Absetzen sterben, mit dem höchsten Risiko in den ersten 72 Lebensstunden. Die Hauptursachen zu verstehen und zu wissen, worauf man achten muss, kann den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen.
Die führenden Ursachen des neonatalen Kitten-Todes:
1. Unterkühlung (Killer Nr. 1)
Neugeborene Kitten können ihre Körpertemperatur in den ersten Lebenswochen nicht regulieren. Ihre Geburtstemperatur liegt bei etwa 35,5–36 °C – deutlich niedriger als die 38–39,2 °C einer ausgewachsenen Katze. Werden sie auch nur kurz von der Mutter getrennt, fällt ihre Temperatur schnell, der Stoffwechsel verlangsamt sich, und sie verlieren die Fähigkeit, Milch zu verdauen.
- Vorbeugung: Wurfkisten-Temperatur in der ersten Woche bei 30–32 °C halten. Jede Woche um etwa 2–3 °C reduzieren, bis nach vier Wochen 24 °C erreicht sind.
- Lege ein Heizkissen oder eine Wärmflasche (in Handtuch gewickelt) unter nur eine Hälfte der Wurfkiste – so haben Kitten eine kühle Zone, in die sie krabbeln können, falls es zu warm wird. Überhitzung ist ebenfalls gefährlich.
- Mit der Hand testen: Die warme Seite sollte angenehm warm sein, nicht heiß.
2. Fading-Kitten-Syndrom (FKS)
Dieser verheerende Zustand beschreibt Kitten, die bei der Geburt normal erscheinen, aber innerhalb von Tagen zunehmend schwächer werden und sterben. Ursachen sind unzureichende Kolostrum-Aufnahme (die antikörperreiche erste Milch), angeborene Defekte, bakterielle oder virale Infektionen und Blutgruppen-Inkompatibilität zwischen Mutter und Kitten (neonatale Isoerythrolyse).
- Warnzeichen: Versagendes oder schwaches Saugen, klagender oder fehlender Schrei (gesunde Kitten schreien laut, wenn hungrig), Isolation von Geschwistern (gesundes Kitten kriecht zu Wärme und Geschwistern hin) und fehlende Gewichtszunahme.
- Kritische Aktion: Wiege jedes Kitten täglich zur gleichen Zeit mit einer Küchenwaage. Verlust von mehr als 10 % des Geburtsgewichts in den ersten 24 Stunden ist ein Warnsignal. Gesunde Kitten nehmen 10–15 Gramm pro Tag zu.
3. Mütterliche Ablehnung oder unzureichendes Säugen
Erstgebärende Mütter und Katzen mit Kaiserschnitt verstoßen am ehesten Kitten. Anzeichen: Mutter geht weg, wenn Kitten saugen wollen, faucht sie an oder schiebt sie körperlich aus dem Nest.
- Verwende einen Feliway-Diffusor in der Nähe der Wurfkiste, um ruhiges Bindungsverhalten zu fördern
- Wenn die Mutter nicht säugen will, beginne Zufütterung mit Kittenmilchersatz (KMR ist die am häufigsten empfohlene Marke). Erwärme die Formel auf Körpertemperatur (etwa 38 °C) und füttere alle 2–3 Stunden mit Kitten-Saugflasche oder Spritze
- Verwende niemals Kuhmilch – sie verursacht starken Durchfall bei Kitten, was innerhalb von Stunden zu Dehydration und möglichem Tod führt
4. Infektion
Bakterielle Infektion durch den Nabelstumpf (Omphalitis) und virale Infektionen wie Felines Panleukopenievirus (FPV) sind Hauptkiller. FPV bei Neugeborenen hat eine Sterblichkeit von fast 100 %.
- Schneide die Nabelschnur mit sauberer Schere etwa 3 cm vom Körper des Kittens ab. Trage Jodtinktur oder Chlorhexidin auf den Stumpf auf
- Halte den Wurfbereich peinlich sauber. Wechsle die Einstreu täglich
- Stell sicher, dass die Mutterkatze vor der Trächtigkeit aktuelle Impfungen hatte – mütterliche Antikörper im Kolostrum sind die primäre Immunabwehr der Kitten in den ersten Wochen
Gewichtsmeilensteine (Annäherung):
| Alter | Erwartetes Gewicht | Tägliche Zunahme |
|---|---|---|
| Geburt | 80–120 g | — |
| 1 Woche | 150–200 g | 10–15 g/Tag |
| 2 Wochen | 200–300 g | 10–15 g/Tag |
| 4 Wochen | 350–500 g | 15–20 g/Tag |
Sobald Kitten die ersten 72 Stunden überleben, verbessern sich die Überlebensraten dramatisch. In diesem kritischen Fenster: alle 2–3 Stunden nachschauen – auch nachts.
Von Entwöhnung bis Selbstständigkeit: Der komplette 8-Wochen-Plan
Die Entwöhnung ist ein gradueller Prozess, der etwa mit 3,5–4 Wochen beginnen und mit 7–8 Wochen abgeschlossen sein sollte. Zu schnell verursacht Verdauungsprobleme; zu langsam erschöpft die Mutter und kann die Kitten-Entwicklung verzögern.
Wochenplan für die Entwöhnung:
Woche 3,5–4 (Einführung)
- Biete Kittenmilchersatz in einer flachen Schale an und lass die Kitten daran lecken. Die meisten laufen durch, treten hinein und machen Unordnung – das ist normal und erwartet
- Mische eine kleine Menge hochwertiges Kitten-Nassfutter mit warmem Milchersatz zu einer dünnen Paste. Bring eine winzige Menge an deinen Finger und lass die Kitten daran lecken, dann zur Platte übergehen
- 4–5 Mahlzeiten pro Tag in kleinen Mengen
- Muttermilch bleibt in dieser Phase die Hauptnahrung
Woche 5 (Übergang)
- Kitten-Nassfutter wird zur Hauptergänzung
- Reduziere allmählich die zugesetzte Milchersatz-Menge
- Die meisten Kitten können bis jetzt selbstständig aus einer flachen Schale fressen
- Erlaube weiterhin das Säugen, aber die Mutter wird natürlicherweise mehr Zeit weg von den Kitten verbringen
Woche 6 (Festes Futter)
- Biete Nassfutter ohne Milchersatz an – direkt aus Dose/Beutel
- Beginn, Kitten-Trockenfutter in kleinen Mengen einzuführen (anfangs in warmem Wasser einweichen)
- Reduziere auf 3–4 Mahlzeiten pro Tag
- Ernsthafte Katzentoiletten-Erziehung mit flacher Schale und feinem, ungeparfümtem Streu beginnen. Nach den Mahlzeiten Kitten in die Schale setzen
Woche 7–8 (Abschluss)
- Vollständige Entwöhnung von der Muttermilch
- Vollständiges Kittenfutter (nass und/oder trocken) als alleinige Nahrung
- Frisches Wasser jederzeit verfügbar (nicht alle Kitten trinken in diesem Alter viel Wasser, wenn sie Nassfutter fressen, das ist okay)
- Erste Impfungen beginnen etwa mit 8 Wochen (FVRCP – feline virale Rhinotracheitis, Calicivirus, Panleukopenie)
Tipps zur Entwöhnung, die einen Unterschied machen:
- Trenne Mutter und Kitten nicht komplett während der Entwöhnung. Die Mutter wird die Säuge-Sessions natürlich reduzieren. Erzwungene Trennung ist für alle stressig und kann Milchstauung bei der Mutter verursachen
- Kitten machen beim Fressen Unordnung – das gehört zum Lernprozess. Mit Übung werden sie sauberer
- Entwickelt sich Durchfall, gehst du zu schnell vor. Eine Stufe zurück und langsamer
- Sozialisierungsfenster: Wochen 2–7 sind die kritische Sozialisierungsphase. Kitten sollten sanft von mehreren Personen angefasst, normalen Haushaltsgeräuschen ausgesetzt und mit Geschwistern spielen dürfen. Vor 8 Wochen von Mutter und Geschwistern getrennte Kitten entwickeln oft Verhaltensprobleme wie Aggression, Ängstlichkeit und Schwierigkeiten mit anderen Katzen
Vermittlung sollte nicht vor 8 Wochen erfolgen (in vielen Ländern gesetzlich vorgeschrieben). Bis 12 Wochen warten ergibt besser sozialisierte, selbstbewusstere Kitten und wird zunehmend von Veterinärverhaltenstherapeuten empfohlen.
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